Kreise im Wasser als Sinnbild für Veränderung durch Gewaltfreie Kommunikation

Wenn eine Haltung beginnt, Kreise zu ziehen

Liebe Leserin, lieber Leser, vielleicht kennen Sie diesen Gedanken auch: „Was kann ich als einzelner Mensch schon bewirken?“ Angesichts der weltpolitischen Lage und der gesellschaftlichen Entwicklung könnten uns immer wieder Zweifel überfallen, was unsere Arbeit bezüglich der Verbreitung der Gewaltfreien Kommunikation hinsichtlich eines friedlichen Miteinanders auf der Welt denn wirklich so ausrichten kann. Doch wir sind nach wie vor zuversichtlich, weil unser Vertrauen und damit auch unsere Energie, immer wieder von Momenten wie diesen genährt werden: Alexio Schulze-Castro, einer unserer Trainerkollegen im Team von K-Training, berichtete uns von einer Seminarteilnehmerin und dem, was sie ihm geschrieben hat. Die Mitteilung der Kundin hat uns alle drei berührt und erfreut. Wenn wir Sie neugierig gemacht haben, so lesen Sie gern weiter. Herzliche Grüße von uns beiden, heute aus einem nicht mehr so verwunschenen Garten bei Jena, Anja Palitza & Olaf Hartke

Ampelsystem zur Verhaltensbewertung von Kindern – Symbolbild zum Coachingbrief "Was bleibt, wenn niemand schützt"

Was bleibt, wenn niemand schützt – ein persönlicher Coachingbrief über Kinder, Bewertungen und das Bedürfnis nach Verbundenheit

Liebe Leserin und lieber Leser, ein Beitrag bei LinkedIn über ein Ampelsystem in einer Schule hat mich (Anja) in den vergangenen Tagen besonders bewegt. Es ging darin um ein System, bei dem Kinder einer grünen, gelben oder roten Kategorie zugeordnet werden, je nach gezeigtem Verhalten: Grün - das Verhalten war gut Gelb - das Verhalten ist grenzwertig und es gab schon Verwarnungen Rot- das Verhalten des Kindes geht gar nicht Dahinter werden die Namen der Kinder aufgelistet; diese Liste hängt dann sichtbar im Klassenzimmer aus. Die Absicht dahinter mag sein, Orientierung zu geben und Kindern eine Rückmeldung über ihr Verhalten zu ermöglichen. Gleichzeitig frage ich mich: Was geschieht in einem Kind, wenn sein Name öffentlich mit einer negativen Bewertung verknüpft wird? Wie leicht wird aus der Botschaft „Dein Verhalten war nicht in Ordnung“ die innere Überzeugung „Mit mir stimmt etwas nicht“? Mich berührt das Thema tief, weil ich als Kind selbst erlebte, wie schmerzhaft Ablehnung ohne das Eingreifen Erwachsener sein kann. Ab der fünften Klasse wurde ich eine Zeitlang von Mitschüler:innen beleidigt und manchmal auch körperlich angegangen. Es veränderte sich später in ein konsequentes, stilles Ausgrenzen. An Unterrichtsmomente kann ich mich nur wenig erinnern, wohl aber an die damalige Angst, Einsamkeit und Ohnmacht. Ob die Lehrkräfte wissend wegsahen oder ratlos bezüglich Maßnahmen waren, blieb während und auch nach dieser Zeit für mich offen. Zurück blieb die Erfahrung, dass man auch unter Menschen, die einen Schutzauftrag haben, mit seiner Not allein sein kann – und die Idee entwickeln kann, nicht schützenswert zu sein. Genau deshalb lässt mich das Thema nicht los, wenn in Systemen, Kinder öffentlich bewertet werden. Nicht, weil ich glaube, dass Lehrkräfte Kindern schaden möchten. Ich kenne viele engagierte Pädagog:innen, die jeden Tag ihr Bestes geben und Kinder begleiten möchten. Vielmehr frage ich mich: Was bringt Menschen dazu, solche Instrumente einzusetzen, und welche Unterstützung brauchen Pädagog:innen, um auch in herausfordernden Situationen andere Wege zu finden? Darum soll es in diesem heutigen Coachingbrief gehen. Herzliche Grüße von uns beiden aus Jena und Bielefeld, Anja Palitza & Olaf Hartke

Was uns inspiriert – und Sie vielleicht auch

Sehr geehrte Leserinnen, sehr geehrte Leserimmer wieder entdecken wir neue Dinge, die uns inspirieren und auch in der heutigen Zeit zuversichtlich bleiben lassen. Und immer wieder stoßen wir auch auf Beispiele, die uns bereits seit längerem „gute Gedanken“ geben. In unserer YouTube-Liste „Was uns inspiriert…“ sind wir gestern auf einen Clip …

Eine Theatermaske als Sinnbild für die Fassade, die man Narzissten oft zuschreibt

Umgang mit Narzissten – Ist eine gewaltfreie Kommunikation mit Narzissten überhaupt noch sinnvoll?

Eine GFK-Antwort auf eine Leserfrage zum Thema Kommunikation mit Narzissten - Braucht es im Umgang mit Narzissten Schlagfertigkeit? Helfen schlagfertige Antworten? - So reagieren Sie hilfreich & schützen sich vor Manipulation. Liebe Leserin und lieber Leser, es geht um die Frage, ob Gewaltfreie Kommunikation mit Narzissten im Umgang miteinander überhaupt noch sinnvoll ist. In unserer Messenger-Gruppe “Verbale Raumpflege” bei Signal gab es kürzlich eine Frage zum Thema Narzissmus und auch einige Rückmeldungen aus der Gruppe folgten dazu. Ähnlich, wie in anderen Gruppen wurde von einer toxischen narzisstischen Beziehung gesprochen, die die Beziehungspartner verunsichern und den Selbstwert stark angreifen würde. Das Verhalten eines Narzissten sei krankhaft. Durch seine subtilen und auch direkten Schuldzuweisungen würden Schuldgefühle ausgelöst als auch durch beständige Abwertungen würde das Selbstwertgefühl manipuliert; man würde zwangsläufig zum Opfer von Narzissten. Narzissten neigen dazu, eigene Erfolge, Talente oder Kompetenzen zu überhöhen und die von anderen zu negieren. Die Kommunikation mit einem Narzissten sei gestört und Gespräche mit einem Narzissten würden ins Leere laufen. Viele Narzissten ignorieren jegliche Bedürfnisse anderer, sind dominant und der Umgang mit Narzissten sei immer von Rücksichtslosigkeit geprägt. Wichtig sei dann ruhig zu bleiben, den narzisstischen Missbrauch erstmal zu beenden und ihm den Wind aus den Segel nehmen indem man mit Schlagfertigkeit kontert. Unter Umständen braucht das Opfer als auch der Täter, in dem Fall der Narzisst, professionelle Hilfe.  Wir wollten ebenfalls antworten und haben mehrfach überlegt, was wir antworten. Zu komplexen Themen fallen uns meistens keine kurzen Messenger-tauglichen Antworten ein. Also kommt die Antwort nun hier. Und der Coachingbrief ist vergleichsweise lang geworden. Denn das Thema lautet “Narzissmus”. Herzliche Grüße, heute von uns beiden aus Habkern bei Interlaken Anja Palitza & Olaf Hartke

639/2024 Ist nun Ordnung ein Bedürfnis oder doch eher eine Strategie?

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser, in den letzten Tagen sind wir immer wieder in die Vorbereitungen unserer Schneeschuh-Tour zur Hohgant-Hütte in der Schweiz eingetaucht. Um uns herum lagen in verschiedenen Zimmern in Jena und Bielefeld Dinge zum Einpacken bereit. Im Jenaer Arbeitszimmer befanden sich Mappen, Tanzparkette, Seminarstifte, Klangschale und weiteres;  im Bielefelder Büro wurden …

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638/2024 Lassen Sie auch Urlaubstage verfallen?

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser, wir stellen gerade wieder einen Coachingbrief aus dem Frühjahr ein und dachten, dass dieser doch auch wunderbar für heute passt, da wir gerade vom Bildungsurlaub von der Insel Baltrum mit zahlreichen Eindrücken zurückgekehrt sind. Nun haben wir ein paar Tage Bürozeit und neben den Seminarnachbereitungen und den Vorbereitungen für …

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635/2024 Der Weg lohnt sich

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser, unser Kollege Peter Schmid vom gemeinsamen Projekt „K-Training“ hat für seinen GFK-Podcast eine weitere Aufnahme erstellt. Er hat für diese Ausgabe drei ehemalige TeilnehmerInnen unserer TrainerInnen-Ausbildung interviewt. Mirjam Binder aus Erfurt, Sabine Dieterle aus Tübingen und Lukas Osburg aus Jena/Weimar. Wir denken nach dem Hören, dass der Beitrag Mut …

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634/2024 Modelle und Prozesse in der Gewaltfreien Kommunikation

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser, am ersten Januarwochenende fand das „GFK-Jahresstart-Vertiefungs-Seminar“ statt und wir hatten große Freude, spannende Themen, berührende Momente, leckeres Essen und vieles mehr im Bonifatiuskloster in Hünfeld. Das Angebot „Mit GFK ins neue Ja(hr)!“ enthält neben vielen praktischen Übungsgelegenheiten auch eine ausführliche Beschäftigung mit der Frage „Was will ich im neuen …

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618/2023 Wie moralische Rechtfertigung zur Gefahr wird und was die Alternative ist

Liebe Leserin, lieber Leser, manchmal finden wir Texte, die das, was uns beschäftigt und woran wir glauben, verständlicher verdeutlichen, als wir uns selbst dazu in der Lage sehen. Von einer langjährigen Freundin in der Schweiz haben wir kürzlich wieder einen Hinweis auf ein lesenswertes Essay des amerikanischen Kultur-Philosophen Charles Eisenstein erhalten; seine Texte werden inzwischen …

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616/2023 Verbale Raumpfleger*Innen gesucht!

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser, in der letzten Ausgabe des Coachingbriefes schrieben wir über einen Brief, den wir von einer „Friedens-Arbeiterin“ aus Palästina erhalten haben. Sie hat ein GFK-Training bei uns besucht und nutzt die Gewaltfreie Kommunikation sowohl im privaten wie im beruflichen Leben. Uns hat diese Mitteilung sehr berührt. Wir hatten die Vorstellung, …

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