384/2019 Ein Riesenschritt für die weltweite Verbreitung von Gewaltfreier Kommunikation

Lieber Leserinnen und liebe Leser,

hocherfreut waren wir heute über die Nachricht, dass jemand, bei dem wir niemals damit gerechnet hätten, sich weltweit für die stärkere Verbreitung von Gewaltfreier Kommunikation einsetzen wird.

US-Präsident Donald Trump würdigt die Arbeit von Marshall Rosenberg und zieht eine Förderung der Verbreitung von Gewaltfreier Kommunikation in den USA in Betracht.

Wow. Wir haben mal überlegt, welche Bedeutung die Anerkennung des Modells für seine wichtigsten politischen Ziele haben könnte.

Herzliche Grüße, diese Woche von uns beiden von der Insel Baltrum
Anja Palitza & Olaf Hartke

 

Zitat: „Alle Dinge sind möglich, dem der da glaubt.“ (Lutherbibel, Markus 9,23)

Beispiel: US-Präsident Donald Trump lässt in einem innenpolitischen Statement verlauten, dass er die Arbeit von Marshall Rosenberg sehr schätzt und dass er sich vorstellen kann, dass Gewaltfreie Kommunikation ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zu einem Weltfrieden sein kann.

Information: Was könnte dies für die wichtigsten politischen Ziele von Donald Trump bedeuten?

Mauer an der Grenze zu Mexico
Ein zentraler Punkt auf Donald Trumps Agenda ist der Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko, um zu verhindern, dass weiterhin Immigranten aus Lateinamerika ohne Aufenthaltsgenehmigung ins Land kommen.

Unter der Prämisse, dass die Bedürfnisse aller an einer Interaktion beteiligten Menschen gleich wichtig sind, würden die USA anerkennen, dass die Mauer an der Grenze nur wenige Bedürfnisse der Migranten erfüllt. Trump würde in einem ersten Schritt eine Umfrage bei den Menschen starten, die mit und ohne Grenze betroffen wären, um herauszufinden, zu welchen Bedürfnissen eine Mauer beitragen würde und welche Bedürfnisse unerfüllt blieben, wenn die Grenzbefestigung fortgeführt werden würde.

Handelsstreit mit China
Im Handelsstreit mit Peking will Trump, mit seinem Protektionismus erreichen, dass Industriearbeitsplätze, die in Billiglohnländer abgewandert sind, gewissermaßen in die USA zurückkehren.

Statt Drohungen gegenüber China auszusprechen würde Trump empathische Vermutungen anstellen, die zu einer beginnenden Verständigung betragen könnten.

Gesundheitsreform
Die 2010 beschlossene Gesundheitsreform Barack Obamas will Trump rückgängig machen und durch ein neues, „großartiges“ System ersetzen. Was er damit meint, blieb bislang unklar.

Um dem Bedürfnis der US-Bürger nach Klarheit zu diesem Thema gerecht zu werden, würde Donald Trump seine Strategie zur Gesundheitsreform nach den Kriterien der objektiven Beobachtung klar und für alle Beteiligten nachvollziehbar offenlegen und zur Diskussion stellen.

Wirtschaft
Trump setzt auf die heimische Arbeitskraft – und auf Protektionismus. Er will Strafzölle verhängen gegen Unternehmen, die ihre Arbeitsplätze ins Ausland verlagern.

Eine Grundlage der gewaltfreien Haltung ist es, andere nicht zu bestrafen. Trump wird an die betreffenden Unternehmen eine Bitte richten und gleichzeitig darauf hinweisen, dass sie diese Bitte nur erfüllen sollen, wenn sie es mit der Freude tun können, die ein kleines Kind empfindet, wenn es eine Ente füttert. Gleichzeitig wird er mit den Unternehmen ins Gespräch gehen, um herauszufinden was sie auf der Bedürfnisebene brauchen, so dass sie bereit sind, die Arbeitskraft im Land zu halten.

Außenpolitik
„America first“ ist Trumps Devise in Bezug auf die Außenpolitik. Die Sicherheit und wirtschaftliche Stabilität des Landes stellt er ganz oben an.

Im Rahmen eines „Realitäts-Checks“ wird Donald Trump eine Umfrage starten, in welchen Ländern weltweit schlechtere Lebensbedingungen herrschen, als in den USA. Mit diesen Ländern wird gemeinsam überlegt, was ihre eigene wirtschaftliche Situation verbessern helfen würde und wie die eigene wirtschaftliche Stabilität des Landes erhalten bleibt oder noch weiter ausgebaut wird.

Kampf gegen Terror
Trump setzt auf Bodentruppen im Kampf gegen den IS und will zugleich die arabischen Länder stärker in die Pflicht nehmen.

Wer die Grundlagen Gewaltfreier Kommunikation als Maxime seines Handelns sieht, wird erkennen, dass physische Gewalt sich oftmals gegen die Bedürfnisse anderer Menschen auswirkt. Die USA würden alle militärischen Kampfhandlungen stoppen und sich bereit erklären, mit den anderen Nationen zu überlegen, wie ein Miteinander gestaltet werden könnte, dass die Bedürfnisse aller Menschen berücksichtigen würde. Und was es für die Erde bedeuten würde, wenn die frei werdenden Ressourcen unmittelbar für humanitäre Zwecke eingesetzt werden könnten.

Umweltpolitik
An die Erderwärmung glaubt Trump nicht, Klimaschutz ist für ihn nicht so wichtig.

Beim abendlichen „Feiern und Bedauern“ im Capitol würde die Regierungsmannschaft gemeinschaftlich bedauern, dass die führenden Industrienationen der Erde es bislang nicht geschafft haben, eine gemeinsame Lösung für längst dringend gewordene Umweltprobleme gefunden zu haben und man würde am nächsten Tag sofort eine neue Umweltkonferenz einberufen.

Zum „Sofort-Üben“: Was würde es für Sie bedeuten, wenn Regierungen begönnen, Politik auf Grundlage Gewaltfreier Kommunikation zu betreiben?
(Unsere Gedanken dazu finden Sie am Ende des Coachingbriefes.)

Wochenaufgabe: Nehmen Sie sich im Verlaufe der Woche einmal Zeit und überlegen Sie, welche Veränderungen erzielt werden könnten, wenn weitere Staaten Gewaltfreie Kommunikation als Grundlage ihrer Entscheidungen und ihres Handels sehen würden?

Aktuelles: Lange haben wir allen Social-Media-Angeboten getrotzt. Nun sind wir doch aktiv geworden:

https://www.facebook.com/anja.palitza.3
https://www.facebook.com/olaf.hartke

Wer mag, findet da ab und zu auch „alltägliche“ Gedanken zur kommunikativen Gewaltfreiheit in Familie und Beruf. Und natürlich auch zur Gewaltfreiheit im Umgang mit sich selbst.

Termine:
Aufgrund der großen Nachfrage:

Webinar zum Thema „Systemisch Konsensieren“

Wie können in Gruppen tragfähige Entscheidungen getroffen werden, die mit einer möglichst hohen Akzeptanz aller Beteiligten einhergehen?

Mittwoch, 24.04.2019 um 18.00 Uhr
Dienstag, 30.04.2019 um 8.30 Uhr

Zur Anmeldung: https://www.edudip.com/w/312740

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Weitere Termine im Jahr 2019

https://www.ab-ins-kloster.de

26.04.2019 Einführungsseminar Gewaltfreie Kommunikation in Bad Heiligenstadt
19.05.2019 Bildungsurlaub für Führungskräfte am Ammersee im Allgäu

Ein Workshop zum Thema Wut und Würde findet am Samstag den 08. Juni von 10-16.00 Uhr in 07646 Albersdorf bei Jena statt. Eine Seminarinformation finden Sie im Anhang.

14.06.2019 Einführungsseminar Gewaltfreie Kommunikation in Berlin – 2 ½ Tage
21.09.2019 Einführungsseminar Gewaltfreie Kommunikation in Jena – 2 Tage
06.10.2019 Bildungsurlaub auf der Nordseeinsel Baltrum ausgebucht (Warteliste)

19.10.2019 Vertiefungsseminar Gewaltfreie Kommunikation in Arnsberg – 2 Tage
16.11.2019 Vertiefungsseminar Gewaltfreie Kommunikation in Jena – 2 Tage
29.11.2019 Vertiefungsseminar Gewaltfreie Kommunikation in Berlin – 2 ½ Tage

Was sagen Sie zu unserem Coachingbrief?
Wir freuen uns, wenn Ihnen dieser Coachingbrief gefällt und Sie ihn an Interessierte weiterleiten. Neue Leserinnen und Leser können sich hier in den Verteiler eintragen:
https://www.coaching-briefe.com

Herausgeber:
Hartke Unternehmensentwicklung GmbH
Dunlopstraße 9, 33689 Bielefeld
Fon: 05205 / 7290525 und Fax: 05205 / 7290527
© Copyright Anja Palitza und Olaf Hartke

Unsere Gedanken zum Sofort-Üben
Für uns würde Politik auf Grundlage Gewaltfreier Kommunikation folgendes bedeuten:

Ein wiederkehrendes Vertrauen darin, dass Politik dem Wohl der Menschen dient.

Eine Zuversicht dahingehend, dass die Bedürfnisse aller Menschen gleichermaßen zählen und beachtet werden.

Die Hoffnung, dass Menschen mit dieser Zuversicht sich zunehmend mehr einbringen, um das Leben anderer Menschen zu bereichern und zu einem Gemeinwohl beizutragen.

 

Ein Gedanke zu “384/2019 Ein Riesenschritt für die weltweite Verbreitung von Gewaltfreier Kommunikation

  1. Pingback: 385/2019 Trainerdialog am Nordseestrand – Coachingbriefe "Gewaltfrei leben"

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