579/2022 Die Welt ist viel besser als wir denken

Seh geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

dies ist unser letzter Coachingbrief in diesem Jahr und wir hatten gerade einen intensiven Austausch mit einem befreundeten Paar. Wir diskutierten um die Frage, ob „es“ gerade besser wird oder ob „es“ immer schlechter wird.

Wir wünschen Ihnen einen guten Start ins neue Jahr,
silvestrige Grüße, heute von uns beiden aus Jena

Anja Palitza & Olaf Hartke

Zitat: „Die Welt ist viel besser als wir denken.“ (Hans Rosling)

Beispiel: Mit dem Fokus auf die weltweiten Umstände und Situationen, die unsere Bedürfnisse noch nicht vollumfänglich erfüllen, schlägt unsere Stimmung in Enttäuschung und Frustration um.

  • Klimawandel
  • soziale Spaltung der Gesellschaft
  • Verbrauch natürlicher Ressourcen
  • geopolitische Krisen (aktuelle Kriege in Äthiopien, Ukraine, Myanmar)

Stellen wir uns die Frage, was „besser“ geworden ist – bzw. richten wir unsere Aufmerksamkeit auf die weltweiten Umstände und Situationen, die unsere Bedürfnisse erfüllen, dann werden wir zuversichtlich und hoffnungsvoll und uns ist eher danach zumute, den Jahresausklang zu feiern.

  • In Gesamtafrika haben sich die Indikatoren für Demokratiequalität und Bildungsstand signifikant verbessert.
  • Deutschland steht im Ranking von 134 Staaten in Bezug auf Lebensqualität inzwischen an vierter Stelle.
  • Die Kennziffern für Kindersterblichkeit, Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Unterernährung, HIV-Infektionen, Ozonausstoß, Feinstaubausstoß, weltweiter Bestand an Nuklearbewaffnung, Länder mit Todesstrafe und Katastrophentote stehen an den Tiefpunkten seit Messungsbeginn.
  • Indikatoren für weltweite Alphabetisierung, Frauenwahlrecht, Mädchengleichstellung, medizinische Fortschritte, Zugang zu Bildungssystemen, Zugriff auf sauberes Trinkwasser, Bevölkerung von demokratischen Staaten, Vergrößerung von Naturschutzgebieten, Umsetzung von Artenschutzmaßnahmen, Ernteerträge, Zuwachs an erneuerbaren Energien und überhaupt Zugang zu Stromversorgung stehen auf historischen Höchstständen.

Quellen: Einzelstudien im Buch „Factfulness“ von Hans Rosling; Berggruen-Studie der Hertie-School

Informationen: Die Frage, wie wir uns aktuell fühlen, wie es uns so geht, hängt neben kurzfristigen und schwankenden Bedürfnissituationen im Alltag auch wesentlich von unserer Fokussierung auf mittel- und langfristige „Bedürfniserfüllungsgrade“ ab.

Marshall Rosenberg wurde als Teilnehmer eines festlichen Bankettes einmal gefragt, wie er es  mit seinem Gewissen vereinbaren könne, hier die Fülle genießen zu können, während andere Menschen hungern. Sinngemäß antwortete er: Wenn ich auf mein persönliches Bedürfnis nach Nahrung schaue, dann ist das aktuell sehr erfüllt und ich bin glücklich und entspannt. Wenn ich allgemein auf mein Bedürfnis nach Nahrung für alle Menschen schaue, dann ist das noch lange nicht erfüllt und dann bin ich traurig und manchmal sogar zornig. Und das treibt mich an, etwas zu verändern. Ich stärke mich unter anderem hier, damit ich die Kraft habe, zur Veränderung da draußen beizutragen. Keinem hungernden Kind würde es helfen, wenn ich hier aus Protest nichts äße. Es hilft jedoch, wenn ich mich durch das hier gestärkt für mehr soziale Gerechtigkeit einsetzen kann.

Übertragen auf unsere „Silvester-Diskussion“: Ob wir eher feiern, was die Welt an Fortschritten und Verbesserungen erlebt oder ob wir bedauern, was es an Missständen und sozialen Nöten noch gibt, hängt von unserer Aufmerksamkeits-Fokussierung ab. Beides geht. Wir können das nacheinander tun.

Wir glauben, dass noch einiges zu verbessern ist, damit weltweit noch mehr Menschen noch öfter „Bedürfniserfüllungs-Momente“ erleben.

  • Wir bedauern, dass es noch nicht so weit ist, dass es Zeit in Anspruch nimmt und es in einzelnen Bereichen auch Rückschläge gibt (beispielsweise ist die Anzahl der Kriegstoten pro Jahr nach jahrzehntelangem Rückgang aktuell gestiegen).
  • Und wir feiern, dass Veränderung stattfindet, dass sozialer Wandel hin zu einer sozialen Gerechtigkeit längst kein frommer Wunsch mehr ist, sondern inzwischen ein lebendiger Fortschrittsprozess.

Und – ja – wir sind längst nicht angekommen, beim Traumbild der „heilen Welt“ nach der wir uns vielleicht alle sehnen und an deren Entstehen wir ein wenig mitwirken möchten.

Vor gut zwei Jahren haben wir mal ganz ausführlich unseren Aufmerksamkeits-Fokus auf soziale Veränderungen gelegt. Zehn Coachingbriefe hat es für einen Überblick gebraucht:

Wenn Sie also heute Abend zurückblicken und das alte Jahr verabschieden, dann können Sie diesen Blick durch die „Mangel-Brille“ schweifen lassen und Sie werden etwas finden. Und Sie können genauso die „Fülle-Brille“ aufsetzen und dann anderes entdecken. Auch wenn es sich in manchen Bereichen nicht so offen zeigt.   

Bedauern könnte man bei dieser Gelegenheit auch noch, dass Berichte über langsame und allmähliche Verbesserungen es nur selten auf die Titelseiten oder in die täglichen News schaffen. Selbst dann nicht, wenn sie eine große Tragweite haben und Millionen Menschen betreffen.

Und wenn die Fokussierung auf die allmählichen Veränderungen gerade nicht gut gelingt, weil die Aufmerksamkeit gerade von Titelseiten und News-Sendungen aufgesogen wird?

Dann hilft Ihnen vielleicht unser „Sofort-üben“-Vorschlag, um sich am Silvesterabend oder im Start des neuen Jahres noch ein wenig mit Dankbarkeit für „sich Erfüllendes“ zu verbinden.

Wir wünschen Ihnen einen wundervollen Abend und einen beglückenden Start in das Jahr 2023.

Bis bald,

Anja & Olaf

Zum „Sofort-Üben“: Ausgewählte Texte, die uns aufbauen, erfreuen und zuversichtlich machen, legen wir seit vielen Jahren immer wieder neu in das Dezember-Fach unserer Wiedervorlagemappe. Ein Neujahrsgruß aus dem Jahr 2012 gehört dazu. Wir finden ihn noch immer so aktuell, dass er auch in diesem Jahr hätte geschrieben worden sein können.

Neujahrsgruß von Ringu Tulku Rinpoche aus 2012 (deutsche Übersetzung von Maria Hündorf)

Das Jahr 2012 ist angekommen.
Einige sagen es sei das Ende der Welt.
Andere sagen es sei der Beginn eines neuen Bewusstseins.
Wir haben gerade ein herausforderndes und ereignisreiches Jahr durchlebt
und sicherlich wird auch im nächsten Jahr viel passieren.
Aber welchen Sinn macht es, sich um die Zukunft zu sorgen?
Wir müssen heute bestmöglich leben
und die Ursachen schaffen für ein besseres Morgen.
Lasst uns feiern, dass wir die Freiheit haben zu wählen.
Wer sagt ich könnte keinen Unterschied bewirken?
Ich kann etwas bewirken, für mich selber und um mich herum.
Macht das nicht genug Unterschied für meine Welt?
Ich denke an die tapferen Männer und Frauen
die ihr Leben eingesetzt haben als Lampen für die Freiheit anderer.
Mein Herz ist berührt von denen, die kamen um Menschen zu helfen
die durch Naturereignisse oder menschengemachte Katastrophen litten.
Der menschliche Geist des Mitgefühls, des Mutes und der Sehnsucht nach Freiheit
kann weder mit Gewalt unterdrückt noch mit Gold gekauft werden.
Lasst uns den unsterblichen menschlichen Geist feiern!
Ein glückliches Neues Jahr.
Ringu Tulku

Aktuelles

Neue Angebote für Paare und mehr

„Partnerschaft neu entdecken“ (nur noch 2 Paar-Plätze frei)
Die Paar-Woche am Comer-See im letzten Jahr fand großes Interesse; die Paar-Auszeit auf der Hohgant-Hütte im Februar 2023 war wieder schnell ausgebucht.

Unter dem Motto „Partnerschaft neu entdecken“ können Sie in 2023 an einem besonderen Seminar teilnehmen. Wir haben die seltene Gelegenheit, den Knaubenhof im Altmühltal als Seminar-Unterkunft anzumieten. Der Knaubenhof ist für uns ein wundervoller Energie- und Kraftort mit Charme, Atmosphäre und dazu einer traumhaft leckeren vegetarischen Bio-Küche.

Ab 28. Juni 2023 – 5 Tage GfK-Auszeit für Paare im Knaubenhof im Altmühltal
Interesse? Schreiben Sie eine kurze Antwortmail und wir senden Ihnen weitere Informationen.

„2023 – Auszeit im Kloster speziell für Unternehmer-Paare“
Gratis-Workshop als Kennenlern-Angebot

Diese Planungszeit im Kloster ist für Unternehmerpaare viermal im Jahr eine bewährte Vorbereitungszeit, um entspannt und ausgerichtet alte und neue Ziele anzugehen – berufliche und private. Denn lediglich wirtschaftlicher Erfolg als UnternehmerIn reicht für ein glückliches Leben nicht aus. Wir brauchen Erfreuliches mehreren Ebenen; es geht im Leben auch um partnerschaftliche, gesundheitliche und familiäre Erfolge.

Möchten Sie mehr erfahren über diese Auszeit vom Alltag für Unternehmerpaare?
Wir senden Ihnen gern Informationen. (Termine sh. unten)

Mehr Willenskraft in Alltag und Beruf
In der 10-teiligen Webinar-Reihe geht es um die Energie, die manchmal nicht zur Verfügung steht, obwohl man weiß, dass ein plangerechtes Handeln jetzt ganz sinnvoll wäre. „Eigentlich wollte ich ja…“, heißt es dann oft hinterher. Starten Sie 2023 kraftvoll mit uns durch.
Start-Termin der 10-teiligen Trainings-Reihe ist Montag, der 23.01.2023.

Gratis-Info-Webinar dazu mit diesen Themen:
Weshalb Willenskraft manchmal so anstrengend ist
Weshalb „Scheitern“ ein tragischer Denkfehler ist
Was Bildungs- und Handlungsminister wichtig ist
Weshalb Willenskraft angeboren ist
Wie Willenskraft trainiert werden kann

Mittwoch, 04.01.2023 um 18.00 Uhr
Montag, 09.01.2023 um 18.00 Uhr
Montag, 16.01.2023 um 18.00 Uhr
Mittwoch, 18.01.2023 um 18.00 Uhr

https://www.edudip.market/w/400708

TrainerInnen-Ausbildung Gewaltfreie Kommunikation
Sie sind begeistert davon, welche positiven Veränderungen mit der Gewaltfreien Kommunikation möglich werden und tragen die Vision im Herzen, die Methode als TrainerIn an andere weiterzugeben oder sich innerbetrieblich für mehr Klarheit und Verständnis einzusetzen?

Gratis-Info-Webinar mit diesen Themen:
Für wen lohnt sich die TrainerInnen-Ausbildung?
Welche Voraussetzungen sind nötig?
Welche Inhalte hat die TrainerInnen-Ausbildung?
Informationen zum Ablauf und zur Organisation.

Mittwoch, 04.01.2023 um 20.00 Uhr
https://www.edudip.market/w/399282

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Seminare 2023
23.01.2023  Willenskrafttraining Online (10 Abende für 1½ Stunden, Beginn 18 Uhr)
14.02.2023  Trainer(Innen)-Ausbildung Präsenz – Modul 1
21.02.2023  Schneeschuh-Tour zur Hohgant-Hütte für Einzelteilnehmer und Paare
26.02.2023  Schneeschuh-Tour zur Hohgant-Hütte nur für Paare (Warteliste)
17.03.2023  Auszeit im Kloster für Unternehmer-Paare (1 Tag mit Vorabendanreise)
16.04.2023  Bildungsurlaub „Einführung GfK“ auf Baltrum (5 Tage
06.05.2023  Wandeltage 2023 Jahresgruppe Präsenz –(6 Module à 3 Tage))
22.05.2023  Bildungsurlaub „Einführung GfK“ in Dießen am Ammersee (5 Tage)
16.06.2023  Auszeit im Kloster für Unternehmer-Paare (2 Tage mit Vorabendanreise und Film)
28.06.2023  Auszeit für Paare im Knaubenhof im Altmühltal (5 Tage)
25.08.2023  Wandeltage-Vertiefung Fortführung des Jahreskurses im Kloster Hünfeld (3 Tage)
15.09.2023  Auszeit im Kloster für Unternehmer-Paare (1 Tag mit Vorabendanreise)
26.09.2023  Gruppenentscheidungen treffen mit Systemischen Konsensieren (3 Tage)
06.10.2023  Wandeltage 2023 Jahresgruppe Online –(6 Module à 3 Tage))
15.10.2023  Ein Führungskräftetraining auf Basis GfK auf Baltrum (5 Tage)
23.10.2023  Bildungsurlaub „Einführung GfK“ auf Spiekeroog (5 Tage)
09.11.2023  Trainer(Innen)-Ausbildung Online (4 Module, 20 Tage, Trainerteam)
08.12.2023  Auszeit im Kloster für Unternehmer-Paare (2 Tage mit Vorabendanreise und Film)
10.12.2023  Bildungsurlaub „Einführung GfK“ am Jadebusen im Kunze-Hof (5 Tage)

Weiteres finden Sie auf unserer Website:
https://erfolgsschritte.de/seminare-trainings/termine.php

Es sind noch nicht alle Informationen zu den Seminaren aktualisiert; fragen Sie direkt bei uns nach, wenn Sie konkrete Fragen dazu haben.

Herausgeber:
Hartke Unternehmensentwicklung GmbH
Dunlopstraße 9, 33689 Bielefeld
Fon: 05205 / 7290525 und Fax: 05205 / 7290527
http://www.ab-ins-kloster.de
© Copyright Anja Palitza & Olaf Hartke

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