416/2019 Eine Rückmeldung zur „Männer, wo seid Ihr?“–Email

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

„Männer, wo seid Ihr???“, dieser Frage sind wir im vergangenen Coachingbrief nachgegangen.
https://gewaltfrei.blog/2019/11/04/415-2019-manner-wo-seid-ihr/

Wir haben dazu einige Rückmeldungen erhalten und eine davon möchten wir in diesem Coachingbrief aufgreifen.

Herzliche Grüße, diese Woche von uns beiden aus Jena

Anja Palitza & Olaf Hartke

 

Thema: Eine Rückmeldung zur „Männer, wo seid Ihr?“–Email

Zitat: „Kein Mensch kann für längere Zeit zwei Gesichter haben – eines für sich selbst und eines für die Menge -, ohne am Ende unsicher zu werden, welches denn nun das wahre ist.“ (Nathaniel Hawthorne)

Beispiel: Hier die Rückmeldung einer Coachingbrief-Leserin:

„Ich bin Eurem Appell gefolgt und habe den Coachingbrief an meinen Partner weitergeleitet. Lediglich versehen mit dem Kommentar: „Diese Mail ist offenbar für Dich!“. Zum Hintergrund: mein Partner steht der GFK sehr skeptisch gegenüber wobei er sich bis dato noch nicht detailliert mit dem Thema beschäftigt hat. Seine Skepsis ist also eher abstrakt und auch im Rahmen eines ruhigen Gespräches ist dem Kern dieser Skepsis sehr schwierig auf den Grund zu gehen.

Am Abend erhielt ich dann direkt eine Reaktion auf die weitergeleitete Mail und zwar klang die in etwa so „Die Mail war ja wohl nicht Dein Ernst“. Daraufhin kamen wir kurz ins Gespräch. Insgesamt war er verärgert und genervt darüber, dass ich ihm die Mail geschickt habe. Ich würde seine Meinung zur GFK ja kennen. Erst nach mehrmaligem Nachfragen stellte sich heraus, dass er die Mail nicht wirklich gelesen, sondern lediglich überflogen hatte. Dennoch hatte er bereits eine Meinung dazu, warum Männer sich nicht für so etwas wie die Gewaltfreie Kommunikation begeistern. An ähnlichen Punkten sind wir in der Vergangenheit in Gesprächen über die GFK bereits mehrfach gelandet. Daher habe ich noch einmal darauf hingewiesen, dass ich verwundert bin, dass er so überzeugt auf seiner Meinung beharrt ohne sich bisher einmal detailliert mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben. So kenne ich ihn sonst nicht, wenn es um andere Themen geht und so haben wir das Gespräch beendet.

Wie geht es mir nun damit? Ich bin entspannt und gelassen und freue mich dennoch, Eurem Appell gefolgt zu sein. Es war ein – mal anderer – Versuch, die GFK ins Gespräch zu bringen. Selbstverständlich würde ich mir wünschen, dass er sich dem Thema irgendwann einmal in Ruhe nähern kann. Das ist für uns aber offenbar noch nicht dran. Die Haltung der GFK hilft mir auch hier, mit Gelassenheit und Geduld zu reagieren. Insofern herzlichen Dank für Euren Appell und ich wünsche Euch, dass Ihr noch weitere Rückmeldungen erhaltet.“

Information: Von Männern hören wir manchmal Folgendes: „Die Gewaltfreie Kommunikation ist nichts für Männer, immer so viele Worte.“
Oder: „Man muss auch mal auf den Punkt kommen und die Sachen deutlich ansprechen.“
Oder: „Die Gefühlsduselei ist nichts für mich.“

Nach den Seminaren hören wir ganz andere Aussagen von den Männern: „Ich hätte nicht gedacht, dass Kommunikation so klar sein kann.“
Und: „Ein hilfreiches Instrument, was mir erst einmal Orientierung gibt.“
Und: „Jetzt weiß ich, was meine Frau meint, wenn sie sagt, ich bräuchte nur zuzuhören.“
Und: „Jetzt weiß ich, wie beide in der Kommunikation als Gewinner aus dem Gespräch gehen können.“

Für diese Erkenntnisse ist es jedoch notwendig, sich einmal intensiv mit den Themen zu beschäftigen. Bestimmte Meinungen und Urteile über das Modell Gewaltfreie Kommunikation führen jedoch häufig gerade bei Männern dazu, dass sie die Auseinandersetzung damit meiden.

Zum „Sofort Üben“: Was könnten die Bedürfnisse des Mannes und der Frau aus unserem Beispiel sein? (Unsere Gedanken finden Sie dazu am Ende des Coachingbriefes.)

Wochenaufgabe: Fragen Sie doch diese Woche einmal Ihre Ihnen am Herzen liegenden Mitmenschen, was diese an Ihnen schätzen und ob sie eine Veränderung bemerkt haben, seitdem Sie sich mit der Gewaltfreien Kommunikation beschäftigen. Vielleicht haben Sie die Möglichkeit auch darüber zu reden, worin Sie für sich den Nutzen in der Gewaltfreien Kommunikation sehen und wie sich dies in Ihrem Leben ausgewirkt hat.
Wir wünschen Ihnen viel Freude an diesem Austausch.

Aktuelles:

05.-07. Dezember 2019
Der nächste SUNA-Workshop „So – und nicht anders – wird mein Jahr 2020!“
Für Selbständige und Freiberufler (Und für Menschen mit Existenzgründungs-Ideen und -planungen zur Vorbereitung und zur Diskussion der Geschäftsidee geeignet.)
https://www.erfolgsschritte.de/seminare-trainings/s02_so_und_nicht_anders.php

Januar 2020
Unser Angebot „Wandeltage 2020“ startet im Januar.
Sechs GFK-Wochenenden in sechs verschiedenen Klöstern in der Mitte Deutschlands.
Hier die Information für weitere Interessenten:
https://www.erfolgsschritte.de/seminare-trainings/m10_jahresausbildung_gfk.php

Weitere Termine im Jahr 2019
http://www.ab-ins-kloster.de

Sie haben keine Lust mehr, sich sinnlos aufzuregen und zu ärgern, sondern möchten entdecken, was hinter Ihrer Wut steht und wie Sie diese starke Energie nutzen können?
Dann kommen Sie doch zu unserem Intensivworkshop nach Naumburg:
15.11.2019 Workshop Wut und Würde in Naumburg
https://www.erfolgsschritte.de/seminare-trainings/m03_wut_wuerde_gfk.php

16.11.2019 Vertiefungsseminar Gewaltfreie Kommunikation in Jena – 2 Tage – drei Plätze frei für ganz spontane Interessenten

29.11.2019 Vertiefungsseminar Gewaltfreie Kommunikation in Berlin – 2 ½ Tage – ein Platz ist wieder freigeworden

25.01.2020 Vertiefungsseminar Gewaltfreie Kommunikation in Arnsberg 2 Tage – überraschend schnell ausgebucht, Warteliste

Und weil die Nachfrage für unser Einführungs- und Vertiefungsseminar in Jena so groß ist haben wir auch hier für 2020 schon neue Termine:

08.02.2020 Einführungsseminar Gewaltfreie Kommunikation in Jena – 2 Tage
09.05.2020  Vertiefungsseminar Gewaltfreie Kommunikation in Jena – 2 Tage

In 2020 zum 11. Mal auf der Hohgant-Hütte

Vom 24.-28.02.2020 exklusiv für Paare – Die Schneeschuhwanderung mit Paar-Themen im GFK-Seminar.

Kennen Sie diese Herausforderungen in der Partnerschaft?

  • Das „Schmetterlinge-im-Bauch-Gefühl“ geht innerhalb von 6-12 Monaten nach dem ersten „Verliebtsein“ verloren.
  • Die Partner entwickeln während ihrer Beziehung unterschiedliche Interessen und stellen die Weichen für veränderte Lebenswege.
  • Berufliche Veränderungen, eigene Kinder und möglicherweise noch Wohneigentum sorgen für neue Herausforderungen.
  • Zärtlichkeit und Sexualität bekommen für den Partner eine andere Bedeutung und einer von beiden „kommt zu kurz“.
  • Konflikte lassen sich nur noch schwer oder gar nicht mehr klären und belasten die Partnerschaft dauerhaft.
  • Im Spannungsfeld zwischen den Konfliktthemen und den veränderten persönlichen Interessen gelingt die Kommunikation nicht mehr wie früher und die Gespräche werden kürzer und schwieriger.

https://www.erfolgsschritte.de/seminare-trainings/m05_gewaltfrei_leben_hohgant_paare.php

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Wie gewohnt in 11-jähriger Tradition auf der Hohgant-Hütte

Das Leben lieben lernen – Gewaltfrei leben – Die Schneeschuhwanderung für Einzelpersonen und Paare mit allgemeinen Lebens-Themen im GFK-Seminar.

 

Zwei Dinge beschäftigen die meisten Menschen:

  • Wie kann ich sagen, was ich denke und mir gleichzeitig die Kooperation meines Gegenübers erhalten?
  • Wenn ich keinen Einfluss auf das Verhalten meines Gegenübers habe, wie kann es mir gelingen, mich selbst nicht zu ärgern?

29.02.-04.03.2020 auf der Hohganthütte bei Interlaken im Naturpark Berner Oberland

https://www.erfolgsschritte.de/seminare-trainings/m05_gewaltfrei_leben_hohgant.php

Herausgeber:
Hartke Unternehmensentwicklung GmbH
Dunlopstraße 9, 33689 Bielefeld
Fon: 05205 / 7290525 und Fax: 05205 / 7290527
http://www.ab-ins-kloster.de
© Copyright Anja Palitza und Olaf Hartke

Zum Sofort Üben:

Die Bedürfnisse des Mannes könnten folgende sein:

Er möchte, dass seine Sichtweise und seine Entscheidung zum Thema GFK respektiert und akzeptiert werden. Er möchte selber bestimmen, mit was er sich beschäftigt und was er als sinnvoll erlebt. Vielleicht hätte er gern die Sicherheit, dass er in seinem Verhalten und seinem Menschsein angenommen ist und es nicht darum geht, dass er sich verändern soll und hinter der Bitte, sich mit der Gewaltfreien Kommunikation auseinander zu setzen, kein versteckter Appell lauert.

Die Bedürfnisse der Frau könnten folgende sein:

Sie möchte vielleicht teilen, was sie selber als hilfreich erlebt und faszinierend findet. Sie möchte sich austauschen zu diesen Themen, in Gesprächen lernen und wachsen und sie legt vielleicht viel Wert auf die Gedanken des Partners. Vielleicht ringt sie auch darum, in der Partnerschaft und evtl. auch in der Kindererziehung eine ähnliche Haltung zu entwickeln, die Orientierung gibt bei verschiedenen Problemlagen. Vielleicht verstärkt es die Verbundenheit, wenn eine gemeinsame Ausrichtung in der Partnerschaft gefunden ist. Vielleicht erlebt die Frau es als Anerkennung und Wertschätzung, wenn ihren Themen Interesse und Neugier entgegengebracht werden und sie in einen Austausch dazu kommt.

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