139/2014 Polarisierendes Nationalthema „Fußball“

Liebe Leserin und lieber Leser,

das Fußball-Thema der letzten Woche haben einige Leser zum Anlass genommen, uns ihre Gedanken mitzuteilen. Darüber freuen wir uns immer, denn jede Zuschrift ist für uns auch eine Gelegenheit, unsere Leser näher kennenzulernen und zu erfahren, was sie gerade beschäftigt und was wir mit unseren Impulsen auslösen.

Nachfolgend finden Sie Ansichten zum Thema „Fußball und Gewalt“; sie zeigen aus unserer Sicht sehr deutlich, wie stark Strategien polarisieren können.

Wir möchten an dieser Stelle keine Urteile fällen, ob Fußball „gut oder schlecht“ ist; ob es „eine richtige und eine falsche Art“ gibt, ihn zu spielen oder zu feiern. Wir möchten Sie einladen, zu Ihren erfüllten und unerfüllten Bedürfnissen Kontakt aufzunehmen und dann zu entscheiden, ob Sie sich in Ihrem Einflussbereich für Veränderungen einsetzen möchten.

Wir wünschen Ihnen eine gewaltfreie Woche in wieder mehr oder weniger fußballfreien Zeiten.

Herzliche Grüße, in dieser Woche vom sonnigen Tegernsee
Anja Palitza & Olaf Hartke

Thema: Polarisierendes Nationalthema „Fußball“

 Zitat: „Am Samstagnachmittag vergessen Millionen Menschen ihre Alltagssorgen.“ (Ottmar Hitzfeld, Fußballtrainer)

Und auch:

„Das Fußballspiel ist rituelle Jagd, stilisierter Kampf und symbolisches Geschehen.“ (Desmond John Morris, Verhaltensforscher)

Beispiel: Auszug aus Leserzuschriften: „Ich finde Fußball alles andere als gewaltfrei.“; „Wie kann man feiern, dass andere verlieren?“; „Ich habe gesehen, wie erwachsene Männer sich bis aufs Blut bekämpft haben und eine grölende Menge sie dazu angetrieben hat.“; „Fußballer verletzen sich aufs Schwerste und ganze Völker schauen diesem Treiben belustigt zu – eine Schande ist das.“; „Ja, ich stimme zu – gewinnen ist manchmal ganz toll – aber sich über den Gegner lustig zu machen, das gehört sich nicht.“; „Ich finde es schlimm, dass die Medien immer wieder auch Bilder von weinenden Kindern zeigen.“; „Könnt ihr bitte andere Themen als Fußball wählen?“

Information: Unsere Wahrnehmung und kognitive Verarbeitung alles Beobachtbaren richtet sich häufig lediglich auf Strategien. Dabei lassen wir außer Acht, dass Strategien immer Bedürfnisse erfüllen – leider nicht immer alle Bedürfnisse aller Beteiligten. Fußball als Strategie dient für manche Menschen dazu, die Bedürfnisse nach Spiel, Spaß, Bewegung, Verbindung, Zugehörigkeit, Spannung, Erfolg und Feiern zu erfüllen. Für andere Menschen erfüllen sich viele dieser Bedürfnisse nicht, wenn sie an bestimmte Situationen im Fußball denken oder sie erleben. Ganz andere Bedürfnisse werden dann sehr lebendig oder „hungrig“.

Zum „Sofort-Üben“: Welche Bedürfnisse könnten für viele Menschen unerfüllt bleiben? (Unser Vorschlag steht am Ende der Mail.)

Wochenaufgabe: Achten Sie in dieser Woche einmal auf Strategien und versuchen Sie zu entdecken, für welche Menschen sie Bedürfnisse erfüllen und welche anderen Bedürfnisse bei anderen Menschen gerade durch diese Strategien und die Art ihrer Umsetzung erst lebendig werden?

 

Herausgeber: Hartke Unternehmensentwicklung GmbH
Dunlopstraße 9, 33689 Bielefeld
Fon: 05205 / 7290525 und Fax: 05205 / 7290527
© Copyright Anja Palitza und Olaf Hartke
Unser Vorschlag: Für viele Menschen werden diese Bedürfnisse lebendig, wenn sie an Fußball denken oder bestimmte Situationen darin erleben. Sie wünschen sich dann möglicherweise mehr Fairness unter den Spielern und den Zuschauern im Umgang dem „Gegner“; einen achtsameren Umgang mit den Gefühlen Betroffener; ein friedlicheres Miteinander aller Beteiligten; die Achtsamkeit darauf, dass mit bestimmten Verhaltensweisen Menschen dazu beitragen, dass Gewalt auf unserem Planeten nicht nur existiert, sondern sogar verstärkt wird.

 

 

 

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