422/2019 Gibt es den Weihnachtsmann wirklich?

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

wir sind gerade im Aufbruch nach Hannover zur Familie meiner (Olaf´s) Schwester. Anja fragte mich während der Abreisevorbereitungen eben, ob mein Patenkind (5 Jahre) eigentlich noch an den Weihnachtsmann und das Christkind glaubt. Und auch, was ich antworten würde, wenn er mich fragen würde, ob es die beiden tatsächlich gibt oder nicht.

Während ich überlegte fiel mir auf, dass ich zweifelte, ob ich die „Lüge“ aufrechterhalten würde und da mir das Thema bekannt vorkam, kramte ich tiefer in meinem Gedächtnis.

Und dann fiel mir ein, dass ich diese Situation als Vater mit meinem heute 14-Jährigen vor einigen Jahren schon mal hatte. Er fragte intensiv und wollte „die Wahrheit“ wissen.

Auch damals habe ich gezweifelt und nach Orientierung für mein Handeln gesucht. Mehr dazu finden Sie im Nachfolgenden.

Herzliche Weihnachts-Grüße, heute von uns beiden aus Hannover

Anja Palitza & Olaf Hartke

  

Thema: Gibt es den Weihnachtsmann wirklich?

Im Jahr 2011 schrieb ich diese Weihnachtsgruß-Mail und sie gefällt uns auch Ende 2019 noch gut:

Kürzlich fragte mein 6-jähriger Sohn mich, ob es einen Weihnachtsmann gebe. Ich druckste herum, weil ich die Antwort vorher mit meiner Frau absprechen wollte. Ich suchte nach einer Antwort, die der Wahrheit entspricht und gleichzeitig die kindliche Illusion nicht zerstört. Ich bin darauf gestoßen, dass diese Frage schon seit langer Zeit gestellt wird und es eine Antwort gibt, die mich sehr berührt hat.

Vor mehr als 100 Jahren schrieb die achtjährige Virginia O’Hanlon einen Leserbrief an die „New York Sun“ – in einer dringenden Angelegenheit:

„Ich bin acht Jahre alt. Einige meiner Freunde sagen, es gibt keinen Weihnachtsmann. Papa sagt, was in der ‚Sun‘ steht, ist immer wahr. Bitte sagen Sie mir: Gibt es einen Weihnachtsmann?“

Die Sache war dem Chefredakteur der „New York Sun“ so wichtig, dass er einen erfahrenen Kolumnisten, Francis P. Church, beauftragte, eine Antwort zu entwerfen – für die Titelseite der Zeitung. Der Text wurde so berühmt, dass er jedes Jahr aufs Neue erschien.

„Virginia, Deine kleinen Freunde haben nicht Recht. Sie sind angekränkelt vom Skeptizismus eines skeptischen Zeitalters. Sie glauben nur, was sie sehen. Sie glauben, dass es nicht geben kann, was sie mit ihrem kleinen Geist nicht erfassen können. Aller Menschengeist ist klein, Virginia, ob er nun einem Erwachsenen oder einem Kind gehört. Im Weltall verliert er sich wie ein winziges Insekt. Solcher Ameisenverstand reicht nicht aus, die ganze Wahrheit zu erfassen und zu begreifen. Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann.

 Es gibt ihn so gewiss wie die Liebe und die Großherzigkeit und die Treue. Und Du weißt ja, dass es all das gibt, und deshalb kann unser Leben schön und heiter sein. Wie dunkel wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe! Dann gäbe es auch keinen Glauben, keine Poesie – gar nichts, was das Leben erst erträglich machte. Ein Flackerrest an sichtbarem Schönen bliebe übrig.

 Es gibt einen Weihnachtsmann, sonst könntest Du auch den Märchen nicht glauben. Gewiss, Du könntest Deinen Papa bitten, er solle an Heiligabend Leute ausschicken, den Weihnachtsmann zu fangen. Und keiner von ihnen würde den Weihnachtsmann zu Gesicht bekommen. Aber was würde das schon beweisen?

Kein Mensch sieht ihn einfach so. Das beweist gar nichts. Die wichtigsten Dinge bleiben meistens Kindern und Erwachsenen unsichtbar. Die Elfen zum Beispiel, wenn sie auf Mondwiesen tanzen. Trotzdem gibt es sie. All die Wunder zu denken – geschweige denn sie zu sehen –, das vermag nicht der Klügste auf der Welt. Was Du auch siehst, Du siehst nie alles.

Du kannst ein Kaleidoskop aufbrechen und nach den schönen Farbfiguren suchen. Du wirst einige bunte Scherben finden, nichts weiter. Warum? Weil es einen Schleier gibt, der die wahre Welt verhüllt, einen Schleier, den nicht einmal die größte Gewalt auf der Welt zerreißen kann. Nur Glaube und Poesie und Liebe können ihn lüften. Dann werden die Schönheit und Herrlichkeit dahinter auf einmal zu erkennen sein.

„Ist das denn auch wahr?“, magst Du fragen. Virginia, nichts auf der ganzen Welt ist wahrer und nichts beständiger. Der Weihnachtsmann lebt, und er wird ewig leben. Sogar in zehnmal zehntausend Jahren wird er da sein, um Kinder wie Dich und jedes offene Herz mit Freude zu erfüllen.

 Frohe Weihnacht, Virginia!

Dein Francis Church

 

Uns erfreut der Gedanke, dass es viele Dinge, die man nicht sehen und berühren kann, trotzdem geben könnte – mindestens in der Theorie und Phantasie gibt es sie ja schon. Warum nicht auch dort, wo unser Geist zu klein ist es zu erfassen.

In diesem Sinne wünschen wir Euch und Ihnen ein Fest mit Weihnachtsmann und Christkind.

 Anja Palitza & Olaf Hartke

 

Aktuelles

Termine im Jahr 2020
http://www.ab-ins-kloster.de

25.01.2020 Vertiefungsseminar Gewaltfreie Kommunikation in Arnsberg 2 Tage – überraschend schnell ausgebucht, Warteliste

08.02.2020 Einführungsseminar Gewaltfreie Kommunikation in Jena – 2 Tage
09.05.2020  Vertiefungsseminar Gewaltfreie Kommunikation in Jena – 2 Tage

 

In 2020 zum 11. Mal auf der Hohgant-Hütte
Vom 24.-28.02.2020 exklusiv für Paare – Die Schneeschuhwanderung mit Paar-Themen im GFK-Seminar.

Kennen Sie diese Herausforderungen in der Partnerschaft?

  • Das „Schmetterlinge-im-Bauch-Gefühl“ geht innerhalb von 6-12 Monaten nach dem ersten „Verliebtsein“ verloren.
  • Die Partner entwickeln während ihrer Beziehung unterschiedliche Interessen und stellen die Weichen für veränderte Lebenswege.
  • Berufliche Veränderungen, eigene Kinder und möglicherweise noch Wohneigentum sorgen für neue Herausforderungen.
  • Zärtlichkeit und Sexualität bekommen für den Partner eine andere Bedeutung und einer von beiden „kommt zu kurz“.
  • Konflikte lassen sich nur noch schwer oder gar nicht mehr klären und belasten die Partnerschaft dauerhaft.
  • Im Spannungsfeld zwischen den Konfliktthemen und den veränderten persönlichen Interessen gelingt die Kommunikation nicht mehr wie früher und die Gespräche werden kürzer und schwieriger.

https://www.erfolgsschritte.de/seminare-trainings/m05_gewaltfrei_leben_hohgant_paare.php

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Wie gewohnt in 11-jähriger Tradition auf der Hohgant-Hütte
Das Leben lieben lernen – Gewaltfrei leben – Die Schneeschuhwanderung für Einzelpersonen und Paare mit allgemeinen Lebens-Themen im GFK-Seminar.

Zwei Dinge beschäftigen die meisten Menschen:

  • Wie kann ich sagen, was ich denke und mir gleichzeitig die Kooperation meines Gegenübers erhalten?
  • Wenn ich keinen Einfluss auf das Verhalten meines Gegenübers habe, wie kann es mir gelingen, mich selbst nicht zu ärgern?

29.02.-04.03.2020 auf der Hohganthütte bei Interlaken im Naturpark Berner Oberland

https://www.erfolgsschritte.de/seminare-trainings/m05_gewaltfrei_leben_hohgant.php

 

Herausgeber:
Hartke Unternehmensentwicklung GmbH
Dunlopstraße 9, 33689 Bielefeld
Fon: 05205 / 7290525 und Fax: 05205 / 7290527
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© Copyright Anja Palitza und Olaf Hartke

 

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