336/2018 Drei Dinge, die nötig sind, um eine Giraffe zu werden…

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wir haben gerade eine Transkriptionsaufzeichnung aus einem Seminar mit Marshall Rosenberg gelesen. Einen kurzen Auszug, in dem darlegt wird, was nötig ist, um sich selbst zu verändern, haben wir unten eingefügt.

Herzliche Grüße, die Woche von uns beiden aus Jena

Anja Palitza & Olaf Hartke

 

Thema: Drei Dinge, die nötig sind, um eine Giraffe zu werden

Zitat: „Es sind nicht die äußeren Umstände, die das Leben verändern, sondern die inneren Veränderungen, die sich im Leben äußern.“ (Wilma Thomalla)

Beispiel: Gudrun sagt während unseres Seminares: „Dann muss ich jetzt wohl immer gelassen und verständnisvoll sein. Das schaffe ich ja nie mit der Gewaltfreien Kommunikation.“

Information: Marshall Rosenberg sagt dazu:

„Es erfordert nicht, dass wir Heilige sind. Wir müssen keine Heilige sein, um Giraffen zu sein und wir müssen nicht geduldig sein. Doch was braucht es dann?

Zuerst und als Wichtigstes: Geistige Klarheit. Wir müssen uns äußert bewusst sein, auf welche Weise wir uns mit anderen Menschen verbinden wollen… Was ich hauptsächlich versuche, ist, dass ich an mir selber arbeite. Wenn ich mich selbst zur Giraffe mache, dann helfe ich dem Planeten, denke ich. Die Energie, die ich dann übrig habe, benutze ich, um anderen Menschen dabei zu helfen, Giraffen zu werden… Für mich bedeutet das auch, dass ich jeden Tag zwei-, drei-, viermal wirklich innehalten muss, um mich daran zu erinnern, auf welche Weise ich mich mit anderen Menschen verbinden möchte.

Wir mache ich das? Das ist individuell verschieden. Manche Menschen nennen es Meditation, Gebet, Innehalten oder Beruhigung… wie immer man es nennt. Ich selber mache es jeden Tag anders aber grundsätzlich bedeutet es immer innehalten und herausfinden, was mir durch den Kopf geht.

Läuft ein Wolf durch meinen Kopf? Läuft eine Giraffe durch meinen Kopf? Ich halte inne, sehe nach, was dort vorgeht und beruhige mich. Ich erinnere mich an den subtilen, wichtigen Grund, warum ich als Mensch und nicht als Stuhl geboren bin, um ein Zitat aus einem meiner bevorzugten Theaterstücke: „Tausend Clowns“ zu benutzen. Also das wichtigste ist geistige Klarheit.

Zweitens: Üben, üben, üben. Ich notiere mir jede Gelegenheit, wo ich wölfisch zu mir selbst und anderen bin. Ich notiere mir, wodurch das ausgelöst wurde. Was habe ich getan? Was haben andere gesagt oder getan, dass ich mir selbst die Erlaubnis gegeben habe, mich zurück zu verwandeln in einen Wolf? Dann arbeite ich damit. Irgendwann am Tage setze ich mich hin und sehe mir meine Liste an und dann versuche ich, mir Einfühlung zu geben für die Qual, die ich in dem Moment empfand, als ich zum Wolf wurde. Ich versuche, nicht Wolf mit mir selber zu sprechen, dafür, dass ich zum Wolf wurde. Ich versuche herauszufinden, welcher Schmerz mich in dieser Weise sprechen ließ. Dann frage ich mich: „Wie hätte ich in dieser Situation Giraffe bleiben können?“ Was mag es sein, dass sie [die Gegenüber] gefühlt und gebraucht haben?…

Eine Giraffe hat kein Interesse daran, perfekt zu werden. Eine Giraffe erkennt die Gefahr, die in dem Versuch, perfekt zu sein, steckt. Eine Giraffe versucht lediglich zunehmend weniger dumm zu werden…

Und drittens, ist es eine große Hilfe, Teil einer Giraffenunterstützungsgemeinschaft zu sein. Wir leben in einer Wolfswelt und es hilft, eine Giraffenumwelt für uns zu schaffen, aus der heraus wir beginnen können, eine größere Welt, dass heißt eine Giraffenwelt zu bauen.“

Aktuelles:

Auch wir bauen mit an der Giraffenwelt:

26./27. Mai 2018 Einführungsseminar Gewaltfreie Kommunikation in Jena
01./02. September 2018: Vertiefungskurs Gewaltfreie Kommunikation in Jena

Neuer Termin:

Einführungsseminar Gewaltfreie Kommunikation in Berlin vom 19.-21. Oktober 2018

Wir freuen uns darüber, dass eine Teilnehmerin so begeistert von unserem Seminar war, dass Sie uns eingeladen hat, ein Einführungsseminar in ihren neuen Seminarräumen zu veranstalten.

Nähere Informationen unter:
http://www.erfolgsschritte.de/seminare-trainings/termine.php

 

© Copyright Anja Palitza, Olaf Hartke

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