Pfingsten, der Heilige Geist und die Gewaltfreie Kommunikation

„Gewaltfrei leben“: Ausgabe 707/2025

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

eine kurze Ausgabe soll es heute werden. „Schau’n mer mal.“, sagte Franz Beckenbauer häufig, wenn er eine Prognose zu einem kommenden Spiel abgeben sollte.

Herzliche Grüße, frohe Pfingsten (nachträglich),
heute von uns beiden aus Bielefeld
Anja Palitza & Olaf Hartke


PS: In der letzten Ausgabe empfahlen wir die Verfilmung einer kurzen Geschichte und vergaßen, einen Link einzufügen. Wir kennen sie als „Der Juraprofessor und Nelson“ und wir erzählen sie manchmal in Seminaren. Wir wussten bislang nicht von einer Filmversion.
(Danke Sabine!):

Der Juraprofessor

PPS: Und nächste Woche üben wir nochmal „kurz“.



Thema: Pfingsten, der Heilige Geist und die GFK

Zitat: „Der Pfingsttag kennt keinen Abend, denn seine Sonne, die Liebe, geht nie unter.“
(Theodor Fontane)

Beispiel:
Anja: „Olaf, Heiligabend feiern wir als Christen die Geburt von Jesus Christus, seiner Ankunft auf der Erde sozusagen. Karfreitag ist der Todestag von Jesus, Ostersonntag der Tag seiner Auferstehung und Himmelfahrt ist die Rückkehr Jesus in den Himmel zu Gott. Damit schließt sich der Kreis doch eigentlich. Was feiern wir jetzt an Pfingsten?“
Olaf: „Hm, … den Heiligen Geist.“
(Ich hoffe, dass die Frage damit bei Anja als beantwortet gilt.)
Anja: „Ah, ja – im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiliges Geistes.“
Olaf: „Genau.“
Anja: „Und… wer oder was ist der Heilige Geist eigentlich genau?“
(Mist. Gilt sie nicht.)
Olaf: „Äh, … das ist… das ist Gottes Geschenk an die Menschen.“
Anja: „Und wieso ist das ein Geschenk? Und was der Heilige Geist genau ist, hast Du damit aber noch nicht gesagt, oder?“
Olaf: „Tja, mein Konfirmandenwissen ist grad nicht direkt zugänglich. Google allerdings.“

Wir googeln und wie so häufig finden wir mehr und weiterführende Informationen, als wir ursprünglich suchten.

Beim Nachlesen über den Begriff „Heiliger Geist“ finden wir:

„Der Heilige Geist ist die Kraft, die Gott jedem Menschen schenkt, damit er überhaupt leben kann, damit er atmen kann. Das erfahren wir in der biblischen Schöpfungsgeschichte: Gott bildet den Menschen aus der Urmaterie und haucht ihm dann seinen Atem ein.“ (Bernhard Lang, Deutschlandfunk)

„Der Heilige Geist ist die Kraft Gottes, die Christen über sich hinauswachsen lässt.“
(Website „Evangelische Kirche Deutschland“)

Und wir entdecken mehr:

Die 7 Gaben des Heiligen Geistes – wie Gott zu Veränderung und Wachstum ermutigt:
Weisheit, Einsicht, Rat, Stärke, Erkenntnis, Gottesfurcht und Frömmigkeit.
(Website „Erzbistum München und Freising“)

Es gibt auch „9 Früchte des Heiligen Geistes“:
Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung
(Apostel Paulus im Brief an die Galater, 5,22-23)

Olaf: „Sieben Gaben bekommen wir da mitgegeben und neun Früchte haben wir davon. Das kann ich schon als Geschenk sehen.“
Anja: „Ja, ich auch. Doch – was denkst Du – wie ist das für Menschen, die nicht an Gott glauben oder kein Interesse an religiösen Fragen haben?
Olaf: „Lass uns mal versuchen, einen GFK-Bezug herzustellen.“
Anja: „Na da bin ich gespannt auf unseren Bezug zur Gottesfurcht. Übrigens – vielleicht ist das auch ein Coachingbrief-Thema zu Pfingsten.“
Olaf: „Schau’n mer mal.“
Anja: „Kurz wird das wieder nicht.“
Olaf: „Das fürchte ich auch.“

Information: Wir geben hier verkürzt Ideen aus einem Dialog zwischen uns wieder; diese Gedanken haben keinen Anspruch an theologische Stimmigkeit. Die „Übersetzung“ in Bedürfnisse war einfach für einen Moment unser Impuls; wir fanden es spannend und sahen es als ein kleines Stück „Spiritualität im Alltag“.

Die 7 Gaben des Heiligen Geistes – und dazu Bedürfnisse

  1. Weisheit – Orientierung finden, Erfahrung, Qualität
  2. Einsicht – Verständnis, Klarheit, Nachvollziehbarkeit
  3. Rat – im weiteren Sinne Unterstützung, einen Beitrag leisten
  4. Stärke – Wirksamkeit, Energie
  5. Erkenntnis – Lernen, Entwicklung
  6. Gottesfurcht – Respekt und Achtung vor der Natur, der Erde
  7. Frömmigkeit – sich an etwas orientieren, sich von eigenen Überzeugungen leiten lassen

Die 9 Früchte des Heiligen Geistes – und dazu Bedürfnisse

  1. Liebe – Liebe, Hingabe an etwas, Verbundenheit erleben
  2. Freude – Freude, Leichtigkeit, Ausgeglichenheit
  3. Friede – Frieden, Harmonie, Ruhe, Ausgeglichenheit
  4. Langmut – Ausdauer, Geduld, Beharrlichkeit
  5. Freundlichkeit – Freundlichkeit, Nähe, Verbundenheit, Harmonie
  6. Güte – Nachsicht, Verzeihen, Anerkennung, zur Gemeinschaft beitragen, Sicherheit
  7. Treue – „Zueinander stehen“, Verlässlichkeit, Loyalität
  8. Sanftmut – empathische Verbindung, Demut, Harmonie,
  9. Selbstbeherrschung – Die Fähigkeit zum „Bedürfnis-Aufschub“, Prioritätenauswahl, Zielerreichung, Fokus halten, Konzentration


Aktuelles


Falls Sie in den letzten Coaching-Briefen noch nicht darauf aufmerksam geworden sind und auch Freude an dem Gedanken haben, zu einem kleinen Glücksmoment bei Menschen beizutragen, können Sie hier noch unser Geschenk abrufen: www.kleine-glücks-momente.de


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Infos zu allen Terminen in unserer Übersicht auf der Website
https://erfolgsschritte.jimdofree.com/termine/




Herausgeber:
Hartke Unternehmensentwicklung GmbH
Dunlopstraße 9, 33689 Bielefeld
Fon: 05205 / 7290525 und Fax: 05205 / 7290527
www.verbale-raumpflege.de
© Copyright Anja Palitza & Olaf Hartke

3 Gedanken zu “Pfingsten, der Heilige Geist und die Gewaltfreie Kommunikation”

  1. Pingback: Nr. 756 Pfingsten und GFK – Wer hätte das gedacht? – Coachingbriefe "Gewaltfrei leben"

  2. Avatar von Marita Kremper Marita Kremper

    Hallo nach Bielefeld!

    Danke für den sehr spirituellen Pfingstbrief! Ich bin erst jetzt dazu gekommen ihn zu lesen.

    Es spricht mich an, dass ihr Bezüge von der GfK zum christlichen Glauben herstellt und dazu Belegstellen aus der Bibel anführt. So hatte ich das noch nicht in Verbindung gebracht. Mein christlicher Glaube hat mich in meinen Beruf geführt und die GfK habe ich in einem Wochenende 2018 in Berlin bei euch näher kennengelernt.

    Mittlerweile bin ich seit 10 Monaten im Ruhestand und versuche mich noch immer daran zu gewöhnen.

    Wenn ich euren Newsletter auch nicht jedes Mal lese, so gefällt mir das was ihr schreibt aber dann, wenn ich es lese.

    Danke dafür!

    Herzliche Grüsse

    Marita Kremper

  3. Liebe Marita,

    herzlichen Dank für Deine Nachricht und Deine wertschätzenden Worte.

    Wie schön, dass Dich unser Pfingstbrief angesprochen hat. Die Verbindung zwischen christlichem Glauben und Gewaltfreier Kommunikation beschäftigt uns schon lange, und wir freuen uns immer besonders, wenn diese Gedanken auch bei anderen Menschen Resonanz finden.

    Spannend, dass Dein christlicher Glaube Dich in Deinen Beruf geführt hat und dass Du die Gewaltfreie Kommunikation damals bei unserem Wochenende in Berlin kennengelernt hast. Dass diese Begegnung bis heute nachwirkt, berührt uns sehr.

    Zehn Monate Ruhestand sind noch eine recht kurze Zeit für einen so großen Lebensübergang. Wir können gut nachvollziehen, dass Du noch dabei bist, Dich an diesen neuen Lebensabschnitt zu gewöhnen. Dafür wünschen wir Dir weiterhin viele bereichernde Erfahrungen, neue Entdeckungen und genügend Zeit, Deinen ganz eigenen Rhythmus zu finden.

    Und übrigens: Wir freuen uns auch über Menschen, die unseren Newsletter nicht jedes Mal lesen. Umso schöner ist es, wenn Du ihn dann zur Hand nimmst und etwas darin findest, das Dich anspricht.

    Danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast zu schreiben.

    Herzliche Grüße,

    Anja & Olaf

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