434/2020 Auf das Wesentliche besinnen

Liebe Leserin und lieber Leser,

unsere letzten Tage und Stunden waren geprägt von Überlegungen und Besprechungen mit Kollegen, wie wir mit ausgefallenen Trainingstagen umgehen wollen, ob wir selbst auch Veranstaltungen absagen und wie wir zeitnahes Nachholen für verschiedenste Gruppen und Kunden hinbekommen, wo doch unser Terminkalender 2020 bereits gut gefüllt ist.

Wir haben dies als anstrengend erlebt und uns mit Entscheidungen nicht leicht getan. Auch fiel es uns teilweise nicht leicht, die Entscheidungen, die andere getroffen haben und die auch uns betreffen, zu akzeptieren.Für mich (Olaf) war es ein Moment der Leichtigkeit, Freude und Entspannung heute beim Frühstück zufällig die Morgenandacht im heimischen Radiosender zu hören. Und danach kam auch eine Nachdenklichkeit und die breite ich jetzt mal vor Ihnen aus…

Herzliche Grüße aus Jena und BielefeldAnja Palitza & Olaf Hartke

Zitat: „Nur wenige Augenblicke sind mir in meinem Leben gnadenvoll vergönnt, in dem ich Wesentliches vom Unwesentlichen in der Schärfe aller Klarheit vollbewusst zu unterscheiden vermag.“ (Christa Schyboll)

Beispiel: Ich (Olaf) lese, höre und schaue nur wenig Nachrichten. Doch in den letzten Tagen ein wenig öfter als gewöhnlich und zusätzlich empfange ich weitere Informationen aus den Nachrichten über Telefonate, Emails, Gespräche und sogar über SMS und WhatsApp.

Informationen, die nach meinem Verständnis manchmal nicht zusammenpassen. Und wenn ich mich dann hinsetze, um verschiedene Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen, dann entdecke ich über Experten-Aussagen und den gerade allgegenwärtigen Empfehlungen von Fachleuten weitere Widersprüche und Informationen, die für mich nicht zusammenpassen.

Ich merke, wie ich immer öfter genervt auf weitere Nachrichten und Informationen reagiere, weil es mir schwer fällt, eine klares Bild zu gewinnen und Entscheidungen zu treffen, die ich für sinnvoll, umsetzbar und wenigstens ein wenig nachhaltig halte.

Information: Anja brachte dann gestern im Gespräch den Gedanken auf, dass es gut für uns sein könnte, uns auf das Wesentliche zu fokussieren. Doch was ist das Wesentliche in den heutigen Tagen?

Das zufällige Hören der heutigen Morgenandacht im WDR-Radio brachte mir eine Erkenntnis und eine Erinnerung:

Die Erkenntnis: Auch unter dem Einfluss von Krisenstimmungen bringt die Fokussierung meiner Gedanken auf Einfaches, Leichtes und die aktive Hinwendung zu Naturerlebnissen mich zurück in Leichtigkeit und Vertrauen.

Die Erinnerung: Krisen bilden oft eine Grundlage für Wandlung und Veränderung. In unseren westlichen Industrienationen liegt leider der Betrachtungsfokus oft intensiv auf der Krise und ihren Begleiterscheinungen – weniger auf der Chance und dem Prozess der Wandlung.

Was mich in der heutigen Morgenandacht neben der Idee der Hinwendung zur Natur am meisten ansprach, waren die Gedanken zum Thema Mitmenschlichkeit. Denn ein Wandel mehr in die Richtung „für andere da sein…“ täte unserer Gesellschaft meines Erachtens nach wie vor gut.

Und da ich gerade denke, auf der „großen Bühne“ eh nur wenig gehört zu werden, wende ich mich auf einer kleinen Bühne nun mir und meinem direkten Umfeld zu und trainiere „Mensch sein“ und „Mitmenschlichkeit leben“.

Ich folge der Idee von Klaus Nelißen und gehe raus, die restliche Mittagssonne zu nutzen und laufe mit meinem Sohn durch den Wald – vielleicht erwischen wir auch ein paar Vögel beim Zwitschern. Danach frage ich mal bei meiner Mutter und ihrem Lebensgefährten an, was ich für sie einkaufen gehen kann.

Kirche in WDR 4 – 16.03.2020 – 2:57 Min.
Vielleicht mögen Sie mal reinhören, wenn Sie Zeit und Interesse haben.
https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr4/kirche-in-wdr4/kirche-in-wdr4-104.html

Wochenaufgabe: Finden Sie vorübergehend auch Ihren Platz im Thema „Mitmenschlichkeit leben“.

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http://www.ab-ins-kloster.de

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